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Dubai

Dubai ist eines der sieben Emirate in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und liegt am Persischen Golf. Diese Region war uns vor unserer Anreise völlig unbekannt. Wir flogen im November 2009, die Tagestemperatur lag im Durchschnitt bei knapp 30 Grad. Diese Reisezeit ist sehr empfehlenswert, denn im Sommer kann es bis zu 50 Grad heiß werden!

Um Dubai zu entdecken, entschieden wir gleich zum Auftakt unserer einwöchigen Reise, die Stadt bei einer klassischen Stadtrundfahrt zu entdecken.

DUBAI from Stefan Nepita on Vimeo.

Der Big Bus ist dafür optimal. Er bietet zwei Touren an: auf der Red Route fährt er quer durch das Zentrum der Stadt, auf der Blue Route dem Strand entlang. Auf beiden Touren bekamen wir einen optimalen und unstressigen Überblick über die 1,7-Millionen-Metropole. An jeder Sehenswürdigkeit hält der Bus an, damit man zur Besichtigung aussteigen kann. Im 20-minütigen Abstand kommen die nächsten Busse, die Tour kann fortgesetzt werden. Hop on, hop off.

Sightseeing in Dubai, Big Bus Karte

Sightseeing in Dubai, Big Bus Karte

Die Stadttour führt entlang der Hauptschlagader der Stadt, dem Dubai Creek. Der Dubai Creek ist ein natürlicher Meeresarm des Persischen Golfs, der die Stadt in Bur Dubai und Deira teilt. Am Creek ankern wunderschöne alte Frachtschiffe aus Holz, sogenannte Dhaus. Kleine motorbetriebene Holzboote, Abras genannt, bringen die Menschen von einer Seite des Creek auf die andere. Sowohl mit den Dhaus, als auch mit den Abras kann man gemütlich über den Creek schippern und Dubai vom Wasser aus betrachten.

Einen geschichtlichen Rückblick gibt es im Dubai Museum, das im restaurierten Al Fahidi Fort seinen Sitz hat.Dubai war früher ein kleines Perlenfischerdorf am Rande der Wüste, Beduinen lebten in einfachen Strohhütten. Mitte der 60 Jahre stieß man auf Öl. Das war der Anfang einer spektakulären Entwicklung zum modernen Dubai, so, wie es heute existiert.

Wer Kontakt mit den Menschen aufnehmen will, sollte in den Gold Souk, den Goldbasar gehen. Dort wird man mit 100%iger Sicherheit angesprochen. Im Glanze der zahllosen Ketten, Ringe und Armreife ist ein Entkommen von den emsigen Händlern und Verkäufern nicht möglich. Allerdings ist dieses „Spiel“ nicht unangenehm.  Wer dankend ablehnt und weitergeht, darf auch in Ruhe weiterziehen. Wer jedoch Interesse am Geschmeide zeigt, wird freundlich bedient und bekommt den halben Laden gezeigt. So zumindest haben wir es erlebt. Preisschilder gibt es nicht, der Preis der Ware wird auf einer Goldwaage ermittelt. Der tagesaktuelle Goldpreis hängt aus. Die Gassen des Goldbasar sind zum größten Teil überdacht, sodass es in den Sommermonaten auch nicht zu heiß sein dürfte, wenn man sich von Schaufenster zu Schaufenster im Freien fortbewegt.

Auf dem Spice Souk, dem Gewürzbasar, herrscht ähnliche Betriebsamkeit. Die Gerüche in der Luft mischen sich, es riecht nach Curry, Curcuma, Vanille, Weihrauch und Kräutertee. Vor den Läden sitzen wieder Händler, die versuchen Touristen in meist englischer Sprache in die Läden zu locken. Manchmal hallen neben arabischen auch deutsche, französische oder spanische Wortfetzen durch den Basar, wenn die Händler glauben die Herkunft der Touristen ausgemacht zu haben.

Der große Handelshafen ist eine Kleinstadt für sich, es lohnt sich, einmal entlang zu spazieren. Riesige verschnürte Pakete werden dort auf großen Schiffen in alle Welt transportiert. Die Händler sind auch hier sehr freundlich. Fragen wie wir heißen, woher wir kommen. „Germany? Ich war auch schon einmal in Deutschland!

Mit der Blue Route geht es am Strand entlang u.a. vorbei an der einzigen Moschee in Dubai, die zu bestimmten Zeiten auch von Nicht-Muslimen besucht werden darf: Die Jumeirah Moschee.

Gleich in der Nähe ist der Jumeirah Beach Park, eine saubere und gepflegte Strandanlage mit feinem Sand und warmem Meerwasser. Am Wochenende (Freitag und Samstag!) waren besonders viele indische und pakistanische Menschen, die in Dubai leben und arbeiten, am Strand. Ein lustiges und buntes Treiben im Wasser und an Land!

Schon vom Jumeirah Beach Park aus kann man am Horizont das Luxushotel Burj Al Arab erkennen, wenngleich es noch ca. 10 km entfernt ist. Das Burj Al Arab nennt sich 7-Sterne-Hotel, es hat die Form eines riesigen Segels und ist ins Meer gebaut. Dieses Luxushotel darf nur von Hotelgästen betreten werden. Oder von Gästen, die einen Tisch in einem Restaurant oder z.B. der Sky View Bar gebucht haben. Ein Afternoon Tea in der Sky View Bar lohnt sich allein wegen des großartigen Ausblicks auf die Stadt.

Unser Tipp: Einen Tisch um 16 Uhr bestellen, dann kann die Skyline sowohl bei Tag, als auch bei Nacht bewundert werden! Die Sonne ging bei unserem Aufenthalt um ca. 17.30 Uhr unter.

Von der Sky View Bar aus ist die künstlich aufgeschüttete Palmeninsel mit dem Hotel Atlantis zu erkennen.  Der Big Bus fährt auf seiner Blue Route die Insel einmal komplett ab, über den Stamm der Palme bis hin zur Spitze, zum Hotel Atlantis. Auf der Insel gibt es nach wie vor riesige Großbaustellen, die Häuser und Appartments für Betuchte bauen. Boris Becker und David Beckham sollen sich u.a. schon „eingedeckt” haben.

Neben der Palmeninsel ist die Freihandelszone Dubai Media City, ein Stadtteil aus glänzenden Hochhäusern, wo sich u. a. CNN, Middle East Broadcasting Center, al-Arabiyya und Al Dschazira angesiedelt haben.

Gleich nebenan befinden sich Dubai Internet City und Dubai Knowledge Village.

Auf dem Weg durch das Finanzzentrum von Dubai befindet sich das Superlativ der Stadt, der Burj Dubai, (Turm Dubai) der seit seiner offiziellen Einweihung am 4. Januar 2010 Burj Khalifa heißt. Der Turm ist mit 828 Metern das höchste Gebäude der Welt. Ein Luxushotel von Giorgio Armani, befindet sich in den unteren Stockwerken, weiter oben sind Bürogebäude und Appartments. Besichtigen darf ihn nur, wer darin wohnt oder residiert. Am Fuße des Burj Khalifa ist eine künstlich angelegte Teichanlage mit dem Dubai Water Fountain. Ein Wasserspiel-Spektakel der besonderen Art: Alle 20 Minuten gibt es verschiedene Wasserspiele. Äußerst beeindruckend, besonders bei Nacht!

Typisch für Dubai sind die riesigen Einkaufsmalls. Über mehrere Stockwerke haben hunderte von Läden ihren Sitz in diesen Malls. Vorsicht, nicht die Orientierung verlieren! Eine besondere Attraktion in der Dubai Mall ist ein überdimensionales Aquarium mit Haifischen und sonstigen Wasserlebewesen, die wir bislang noch nicht gesehen hatten.

In der Mall of the Emirates ist neben dem schier endlosen Shoppingparadies das große Spektakel eine Skipiste. Hier kann jeder, der das möchte, in der Wüstenstadt Dubai auf einer künstlichen Skipiste den Hang hinunter wedeln.

Grundsätzlich fällt uns auf, dass die Mehrzahl der Menschen, die in Dubai leben, sogenannte Expats, also Expatriots sind. Gastarbeiter, die aus aller Welt kommen, um für eine gewisse Zeit in Dubai zu leben und zu arbeiten. Im Stadtbild zeigt sich immer wieder ein buntes Völkergemisch. Nur etwa 20 % der Menschen sind Araber, die Frauen schwarz verschleiert, nur ein schmaler Schlitz bleibt für die Augenpartie frei. Viele Männer tragen einen weißen Kaftan und die klassische arabische Kopfbedeckung mit schwarzem Kopfreif. Ausserdem fällt uns auf: In Dubai leben sehr viele junge Menschen, das Durchschnittsalter liegt bei ca. 27 Jahren. Da wundert es uns nicht, dass wir fast keine alten Leute gesehen haben!

Autofahren würden wir in Dubai nicht empfehlen, der Verkehr auf bis zu 6-spurigen Straßen ist viel zu anstrengend! Eine Alternative in Sachen Fortbewegung ist das Taxi – und zwar dann, wenn man nur einige konkrete Orte besuchen will. Der Preis ist für deutsche Verhältnisse sehr günstig, Öl ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten schließlich äußerst billig.

Man kann sich in Dubai aber auch mit einer ultramodernen U-Bahn, der Dubai Metro fortbewegen. Sie befindet sich zur Zeit im Aufbau. Es gibt bisher zwei Linien, U-Bahn fahren ist entlang dieser beiden Strecken sehr sinnvoll. Der Blick aus dem Fenster  grandios!

Wer einen Abstecher in die Wüste machen möchte, der kann das bei einer Desert Safari tun: Gleich hinter der Stadt beginnen wunderschöne, endlose Sanddünen – der Sonnenuntergang hat hier seinen ganz besonderen Reiz!

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3 Comments

William Oswald - 08. Mrz, 2010 -

Hallo Jutta, hallo Stefan. Euer erster Reisebericht ist schön geschrieben und sehr informativ. Das Video auf dem Vimeo Channel hat eine Klasse Qualität. Respekt, weiter so!

Wann kommen die anderen Berichte – über Mexico, Barcelona, Istanbul, Friedrichshain?

admin - 03. Jun, 2014 -

Vielen Dank, lieber William. In Kürze folgen weitere Reiseberichte aus Lateinamerika.

Dubai per Big Bus Dubai Tour - 30. Jul, 2014 -

[…] Aber lest selbst ihren Bericht über „5 Nächte in Dubai“ […]

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